Obadja-Törn August 2015

Obadja Törn 11. und 12. August 2015

Am Dienstag den 11. August trafen sich die Crew um Robert, Niklas und Henning mit Michael (allesamt Studenten der Jade-Hochschule) für einen Törn auf der Nordsee. Aufgrund der Windlage und den unwiederstehlichen Angeboten wurde als Ziel zunächst Helgoland ins Auge gefasst.
Ausgeschleust wurde dann um 11 Uhr. Sofort wurden die Segel gesetzt. Die Windvorhersagte sprach von 2-3 Bft zunächst aus West, dann aus Nordwest und abends aus Nord. Leider stand der Wind bereits um 11 Uhr auf NW was zunächst kein Problem war, da man so Helgoland immer noch zügig erreichen konnte. Um 15 Uhr befanden wir uns dann zwischen Weser- und Elbmündung, der Wind war bereits auf Nord gedreht und aus den 15 (direkt) verbleibenden Seemeilen, die uns nur noch nach Helgoland fehlten wurden dann 20 bis 25 Seemeilen auf der Kreuz. Da wir nicht erst im Dunklen auf Helgoland ankommen wollten, entschieden wir uns nach Wangerooge abzudrehen, welches nur noch 15 sm bei Halben Winden entfernt war. So wurde der Blister gesetzt und der Hafen von Wangerooge um 19:30Uhr erreicht.
Der Hafenmeister sagte uns, dass man das Wangerooger Wattfahrwasser 2 Std vor Hochwasser mit einem Tiefgang von 1,3 m passieren könne. Dies war der Plan für unseren nächsten Tag.
Abends wurde dann noch lecker gekocht und der Tag mit einem Bier besprochen sowie Karten gespielt. Nachts entschied einer der Mitsegler, dass es in seiner Koje zu warm wäre und so verholte er sich mit seinem Schlafsack ins Cockpit, um dort die restliche Nacht zu verbringen. Es wurde dort sogar recht gut geschlafen, laut eigener Aussage.
Morgens konnte dann noch in Ruhe gefrühstückt und geduscht werden, um dann gegen 9Uhr abzulegen. Zunächst wurde bis zum Wattfahrwasser gesegelt, dort wurde dann der Motor angeworfen, da sehr geringe Tiefen zu erwarten waren. Minimal hatten wir später 10 cm auf dem Echolot stehen. Aber wir kamen gut durch und konnten später die Minsener Balje mit achterlichen Winden schon unter Segeln passieren. Für alle Crewmitglieder war es eine interessante Erfahrung ein Fahrwasser zu passieren, welches bei Niedrigwasser ca. 1,5 m aus dem Wasser ragt.
Auch landschaftlich ist dieser Weg sehr beeindruckend. Es wurde weiter die Jade hinaufgesegelt, wobei die Großsegler der „Sail“ in Bremerhaven am Horizont beobachtet werden konnten. Schließlich wurden Mann über Bord Manöver geübt bevor es gegen 12 Uhr schon in die Schleuse ging (wir profitierten von einer Sonderschleusung zu der wir Just in Time ankamen). Das Hoksmeer wurde dann noch besegelt bevor es in die Box ging.
Nach dem aufklaren war noch Zeit für ein Fischbrötchen und ein Resumee der zwei Segeltage. Übereinstimmend gab es positive Rückmeldungen und so war jeder der Crew vom Segeln begeistert.
Auch in Zukunft hoffe ich auf solch erfolgreiche Törns.

Geschrieben von Michael Reich

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